PrestaShop 9.2: kürzer zum Kauf, eigene Felder und KI im Backoffice

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PrestaShop 9.2: kürzer zum Kauf, eigene Felder und KI im Backoffice

PrestaShop 9.2 bringt drei neue Funktionen für Checkout und Verwaltung: den optionalen One Page Checkout, Extra Properties für eigene Felder und Ask AI. Ob der kürzere Ablauf hilft, hängt vom Theme sowie von Zahlungs- und Versandmodulen ab. Extra Properties unterstützt nur ausgewählte Entitäten und Positionen. Ask AI benötigt einen externen Anbieter und API-Schlüssel und fragt vor Änderungen nach einer Bestätigung. Prüfen Sie die Kompatibilität vor dem Upgrade.

Die stabile Version bringt einen neuen Bestellablauf, native Felder für eigene Daten und einen Dialogassistenten. Was diese Neuerungen leisten und was vor dem Einsatz zu beachten ist.

Die stabile Version PrestaShop 9.2 ist am 30. September 2026 erschienen. Sie bringt drei Neuerungen für unterschiedliche Bereiche des Shops: den Bestellprozess, den Umgang mit eigenen Daten und die Shopverwaltung. Das bedeutet nicht, dass ein Update automatisch den Umsatz steigert oder Arbeitsstunden spart. Es sind neue Funktionen direkt in PrestaShop, die manche bisherigen Anpassungen vereinfachen können. Ankündigung der PrestaShop-Version 9.2

Checkout auf einer Seite

PrestaShop 9.2 enthält das native Modul One Page Checkout. Kontaktdaten, Adresse, Versand und Zahlung können damit auf einer Seite erscheinen. Gäste beginnen mit ihrer E-Mail-Adresse und ergänzen die übrigen Angaben im weiteren Verlauf. Ändern sie die Lieferadresse, wird die Auswahl der Versanddienste direkt aktualisiert; ein anderer Versanddienst kann auch die verfügbaren Zahlungsarten beeinflussen. Die Seite wird dabei nicht neu geladen. Mehr zum One Page Checkout

Für Kunden können weniger Schritte den Bestellabschluss erleichtern, besonders auf dem Smartphone. Die Schritte zusammenzufassen, garantiert jedoch keine höhere Conversion. Entscheidend sind der jeweilige Shop, die Länge der Formulare, das Versandangebot und die einwandfreie Funktion der Zahlungs- und Versandmodule. Ob der Checkout tatsächlich hilft, zeigt erst der Betrieb mit anschließender Auswertung – nicht allein eine Einstellung im Backoffice.

One Page Checkout gehört zum Lieferumfang der Version 9.2. Der bisherige vierstufige Ablauf bleibt ebenfalls verfügbar; im Backoffice lässt sich zwischen beiden Varianten wechseln. Prüfen Sie vor der Aktivierung die Kompatibilität Ihres Themes. Laut Dokumentation funktionieren Themes auf Basis von Hummingbird ohne weitere Anpassungen, bei Classic können Änderungen an den Templates erforderlich sein. PrestaShop empfiehlt außerdem, dass Anbieter von Zahlungs- und Versandmodulen deren Verhalten im neuen Ablauf überprüfen. Auch dieser italienische Überblick von BWLab zu Version 9.2 ist ein guter Anlass, die eigene Konfiguration vor dem Einsatz zu testen.

Extra Properties: eigene Felder ohne wiederholte Entwicklungsarbeit

Jeder Shop muss irgendwann Informationen erfassen, für die die Standardformulare nicht ausgelegt sind: ein zusätzliches Produktmerkmal, eine interne Bestellreferenz oder einen besonderen Kundeneintrag. Bisher mussten Entwickler dafür oft eigene Tabellen, Speichermechanismen und Verknüpfungen zu PrestaShop-Daten erstellen. Extra Properties bietet eine gemeinsame Möglichkeit, Felder für unterstützte Entitäten anzulegen.

Unter Erweiterte Parameter > Extra Properties können Händler und Integratoren im Backoffice Felder ohne Programmierung anlegen. Sie wählen die Entität, den Feldtyp und den Anzeigeort, etwa ein Formular oder eine Liste in der Verwaltung. Je nach Einrichtung kann der Wert auch im Frontoffice oder über die Admin API verfügbar gemacht werden. Felder können für alle Sprachen denselben Wert verwenden, Übersetzungen je Sprache enthalten oder pro Shop einen eigenen Wert speichern. Dokumentation zu Extra Properties

Für Händler ist entscheidend, dass ein eigenes Feld nicht jedes Mal neu entwickelt werden muss. Für Entwickler verringern die nativen Speicher- und Anzeigemöglichkeiten wiederkehrende Arbeit in verschiedenen Modulen. Die Funktion ersetzt jedoch nicht jede individuelle Entwicklung: Die benötigte Entität und Position müssen unterstützt werden.

Ask AI: Unterstützung bei der Shopverwaltung

Ask AI ist ein Dialogassistent im Backoffice. Statt sich durch mehrere Ansichten zu klicken, können Sie in Alltagssprache Fragen zu Bestellungen, Kunden oder Produkten stellen. Der Assistent greift über den PrestaShop MCP Server auf Shopdaten zu und kann auch Änderungen vorschlagen. Bevor er etwas ändert, bittet er den Benutzer um Bestätigung.

Wichtig ist, was „nativ“ in diesem Zusammenhang bedeutet: Ask AI ist in der PrestaShop-Classic-Edition enthalten. Vor der Nutzung müssen Sie jedoch einen KI-Anbieter verbinden und Ihren eigenen API-Schlüssel hinterlegen. Eventuelle Nutzungskosten rechnet der gewählte Anbieter direkt mit Ihnen ab. Die offizielle PrestaShop-Hilfe auf Spanisch beschreibt die Einrichtung und die Freigabe von Aktionen.

Was Sie aus den Neuerungen mitnehmen sollten

PrestaShop 9.2 bringt mit dem optionalen One Page Checkout eine sichtbare Änderung für Kunden. Zwei weitere Neuerungen können die Arbeit im Backoffice oder die Modulentwicklung vereinfachen. Wie groß der praktische Nutzen ist, hängt davon ab, welches Theme und welche Module Ihr Shop verwendet und ob Sie eigene Felder oder einen Assistenten für Shopdaten benötigen.

Vor dem Upgrade sollten Sie deshalb die Kompatibilität von Theme und Modulen prüfen, ein Backup erstellen und Änderungen zunächst in einer Testumgebung ausprobieren. Für den Checkout ist das besonders wichtig: Ein Problem bei Versand oder Zahlung tritt genau dann auf, wenn der Kunde seine Bestellung abschließen möchte. Auch PrestaShop empfiehlt, vor dem Upgrade zu testen

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